BIBELARBEIT FÜR DEN 15. JULI 2025

Thema: Jesus möchte bei uns wohnen – nicht nur zu Gast sein

2. Korinther 6:16

Welches Thema könnten wir heute haben?

Einleitung:

Am 22.7.2025 feiere ich mit meiner Frau unseren 25. Hochzeitstag. In den Jahren waren wir oft zum Mittag oder zum Essen bei meinen Schwiegereltern in Schwanewede eingeladen.
Vor dem Essen wurde oft ein altes Tischgebet gesungen. Heute würde ich dieses Lied vermutlich nur noch mitsingen, um meiner Schwiegermutter einen Gefallen zu tun und um sie nicht zu verletzen.

Ich möchte heute mit euch über dieses Tischgebet sprechen. Und wir wollen für uns daraus etwas ganz Entscheidendes lernen.

Das Tischgebet:

„Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen.“


Einleitungsfragen für die Jungschar:

  1. Wer sitzt an deinem Tisch?
    Offenbarung 3:20
    Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

  2. Ist Jesus bei dir zu Besuch – oder wohnt er bei dir?
    Johannes 14:23
    Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.

  3. Was bedeutet es, wenn Jesus bei uns wohnt – und nicht nur kurz zu Besuch ist?
    Galater 2:20
    Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.


Ein Gedanke für die Jungschar:

Gast oder Mitbewohner?

Achtung: Wenn Jesus nur „unser Gast“ ist – dann kommt er auch wieder nur kurz vorbei.
Doch Jesus will mehr: Er will bleiben. Er will wohnen. Er will nicht Besuch, sondern Beziehung.


Hintergrund:

1. Jesus war oft zu Gast bei Menschen

a: Lukas 19:5–7
Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren!
Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden.
Als sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt.

➡️ Jesus geht nicht nur zu guten Leuten. Er besucht auch Sünder, Menschen mit Problemen.

Aber: Jesus will mehr als nur das Wohnzimmer sehen – er will das Herz erreichen.


b: Lukas 10:38–42
Es begab sich aber, als sie weiterzogen, dass er in ein Dorf kam; da nahm ihn eine Frau mit Namen Martha auf in ihr Haus.
Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.
Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Sie trat dazu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfe!

Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe. Eines aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.

➡️ Jesus ist Gast, aber Maria behandelt ihn wie einen Freund. Sie hört zu, sie sucht Nähe.

➡️ Jesus sagt: Das ist das Wichtigste – nicht nur Dienen, sondern Gemeinschaft.


c: Markus 14:3
Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl. Und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt.

➡️ Auch hier ist Jesus Gast, aber jemand ehrt ihn, gibt ihm das Wertvollste.

➡️ Zeichen von Liebe – nicht für einen Besucher, sondern für den König.


2. Jesus möchte bleiben – nicht gehen

Johannes 14:16–17
Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

➡️ Jesus geht zum Vater, aber er lässt uns nicht allein.

➡️ Der Heilige Geist bleibt bei uns – dauerhaft, nicht auf Besuch.


2. Korinther 6:16
Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.

➡️ Gott will in uns wohnen – nicht nur neben uns.

➡️ Wer an Jesus glaubt, trägt Gottes Gegenwart in sich.


3. Unsere Speise ist gesegnet

Apostelgeschichte 10:9–16 (Petrus’ Vision)
Petrus ist hungrig und sieht in einer Vision viele Tiere vom Himmel herabkommen.
Gott sagt: Schlachte und iss!

Petrus weigert sich – doch Gott sagt:

Apostelgeschichte 10:15
Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht unrein.

➡️ Gott selbst segnet unsere Nahrung.

➡️ Es geht hier nicht nur um Essen – sondern auch darum, dass Gott Menschen und Situationen heiligt, die wir manchmal abwerten.


1. Timotheus 4:4–5
Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung empfangen wird;
denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.

➡️ Das zeigt: Wenn wir Jesus in unser Leben einladen, wird selbst das Gewöhnliche heilig.

➡️ Selbst unser Essen wird zum Ort der Begegnung mit Gott, wenn wir ihm danken.


Zusammenfassung / Anwendung:

  • Jesus ist nicht zufrieden, wenn wir ihm nur einen Stuhl am Tisch hinstellen.

  • Er will im ganzen Haus wohnen – auch im Kinderzimmer, in den Gedanken, im Herzen.

  • Wer Jesus nur zu Besuch lässt, verpasst die echte Verwandlung.

  • Wer Jesus wohnen lässt, erlebt gesegnetes Leben.


Fragen zur persönlichen Anwendung (für die Jungschar):

  1. Hast du Jesus eingeladen – oder nur begrüßt und wieder verabschiedet?

  2. Wo in deinem Leben darf Jesus wohnen – und wo hast du abgeschlossen?

  3. Dürfte Jesus bei dir alles sehen – oder nur das schön aufgeräumte Wohnzimmer?

  4. Was bedeutet es konkret, wenn Jesus „bleibt“ – z. B. in der Schule, zu Hause, im Alltag?


Abschlussgedanke:

Wenn du willst, dass Jesus bei dir wohnt, dann sag ihm das. Er drängt sich nicht auf – aber er klopft.

Mach die Tür weit auf. Nicht nur für den Sonntagsbesuch. Sondern für jeden Tag.


Abschließende Bibelstelle:

Offenbarung 3:20

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.