Art des Beitrags: Stille Zeit mit Gott

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Der Umgang mit der Ungerechtigkeit

Zipfel der Ungerechtigkeit

Liebe Geschwister, Preis und Ehre sei unserem Herrn. Ich stehe hier heute Abend, wie Bruder Eugen das auch schon gesagt hat, als Knecht Jesu Christi.
Und für mich ist die größte Freude, dass wir hier mit Alt und Jung zusammen sein dürfen und auch, dass die Kinder in der ersten Reihe sitzen. Ja, ihr Kinder, auch für euch habe ich heute ein sehr interessantes Thema mitgebracht, und zwar das Thema lautet der Umgang mit der Ungerechtigkeit.
Ja, liebe Geschwister, stellt euch mal für einen Moment vor, dass ihr über einen längeren Zeitraum Ungerechtigkeit erlebt habt. Also Ungerechtigkeit,
darüber spricht man ja nicht so gerne, weil man möchte ja lieber über Gerechtigkeit sprechen oder man möchte darüber sprechen, dass einem Gerechtigkeit verschafft wird.

Und wenn man mal so richtig Ungerechtigkeit zum Beispiel in der Familie erlebt hat, dann ist es manchmal gar nicht so einfach damit umzugehen. Also jetzt erst mal an euch eine Frage, habt ihr schon mal mit Ungerechtigkeit auch in der Familie zu tun gehabt?
oder läuft da alles immer ganz gerecht ab? Was meint ihr? Und zwar bei der Ungerechtigkeit möchte ich heute über einen Gesalbten sprechen,
und zwar auf einen Gesalbten des Herrn, und zwar der David, ist uns in diesem Punkt ein sehr, sehr großes Vorbild Und über ihn möchte ich heute sprechen und ich habe meinem Thema ein Unterthema gegeben,
der Zipfel der Ungerechtigkeit, also nur so ein kleines Stück. Ich denke, ihr wisst schon, worauf ich hinaus will und zwar wir schlagen dazu auf.

Erster Samuel und Bruder Eugen hat ja eben schon mit dem Samuel begonnen, der gesagt hat,
dein Knecht hört und so wollen wir heute Abend auch auf das Wort Gottes hören, uns darauf einlassen und von David dem Gesalten lernen, wie man mit einer großen Ungerechtigkeit umzugehen hat.

Zuvor möchte ich kurz, damit wir in das Thema kommen, ja kurz vielleicht drei, vier Punkte ansprechen, was bisher geschah. Wir alle kennen die Geschichte von dem Goliath.
Kennt ihr die Geschichte von dem Goliath? Wie war das denn da? Alle haben Angst gehabt und der David hat das dann ganz alleine gelöst, das Problem. Oder wir denken an den Saul,
Der große Albträume hatte und der David hat sich dann Tag für Tag zu ihm gesetzt und auf dem Seitenspiel in beruhigt. Oder er zog erfolgreich in den Krieg gegen die Philister,
doch immer wieder ging David auch in schwierigen Momenten zu Gott und befragte ihn, was er nun tun sollte. Und nun macht sich der König auf den Weg,
um David das Leben zu nehmen. Im 1. Samuel, Kapitel 24, lesen wir im 3. Vers und Saul nahm 3 .000 auserlesene Männer,
um David nach dem Leben zu trachten. Ja, liebe Geschwister, heute Abend möchte ich mit euch gemeinsam in eine Höhle klettern. Ich denke, ihr kennt die Geschichte von Engedi in der Wüste und ich möchte mit euch gemeinsam im ersten Samuel Kapitel 24 Abfab Vers 5 lesen.
Das sprachen die Männer David zu ihm. Siehe, Das ist der Tag, von dem der Herr zu dir gesagt hat, siehe, ich will deinen Feind in deine Hände geben,
dass du mit ihm tust, was dir gefällt. Ja, liebe Geschwister, und zwar, der David wurde über einen Langzeitraum verfolgt und auch sein Freund Jonathan,
der Sohn vom König Saul konnte ihm nicht erklären, warum der Saul so zornig auf ihm war. Er hatte doch alles getan. Er hatte doch seinem König treu gedient.
Und nun kommt der König Saul in die Höhle, wo er sich mit seinen Männern gemeinsam versteckt hatte. Die Bibel sagt,
der Saul kam in die Höhle, um seine Notdurft zu verrichten. Ja, das schreibt Luther. In anderen Übersetzungen heißt es,
er ist in die Höhle gegangen, um seine Füße zu bedecken. Ja, also es kann auch bedeuten, dass er sich da zum Beispiel schlafen gelegt hat. Aber das spielt in dem Moment gar keine Rolle.
Saul wusste in diesem Moment nicht, dass David auch in der Höhle war. Wir lesen weiter. Als der Saul nun dort saß und seine Komparsen sagten dann zu David,
komm, jetzt ist der Tag gekommen, wo wir ihm das Leben nehmen können. Seine Männer waren Mordlüstern und versuchten David zu ermuntern, ein Mord zu begehen.
Ja, liebe Geschwister, wenn man über einen langen Zeitraum eine Ungerechtigkeit erlebt hat, dann kommt immer automatisch, ob man ein Kind Gottes oder nicht, der Ruf nach Vergeltung,
der Ruf nach Gerechtigkeit. Ja, liebe Geschwister, und in diesem Moment kann der David uns ein sehr, sehr großes Vorbild sein. Denn David stand in diesem Moment auf und schnitt leise ein Zipfel von Sauls Rock ab.
Ich denke, keiner von uns hat in diesem Moment vielleicht verstanden, ja, was bezweckt er damit? Warum macht er das?
Aber danach schlug ihm sein Herz, dass er den Zipfel vom Rock Sauls abgeschnitten hatte, und er sprach zu seinen Männern, „Das lasse der Herr Ferne von mir sein,
dass ich das tun sollte und meine Hand legen an meinen Herrn, den Gesalbten des Herrn, denn er ist der Gesalbte des Herrn.“ Ja,
liebe Geschwister, wir kennen das aus dem neuen Testament. Wir sollen den anderen höher achten wie uns selber. Oder im Buch der Sprüche lesen wir, wir sollen feurige Kohlen auf das Haupt des anderen sammeln.
Wisst ihr, liebe Geschwister, ich stelle mir das immer so im Alltag ganz praktisch vor. Man erfährt eine Ungerechtigkeit. Aber wie geht man in diesem Moment ganz praktisch damit um?
Am liebsten möchte man doch draufschlagen und sagen „Schluss jetzt, Schluss jetzt“. Doch in diesem Moment macht David als der Gesalbter von Samuel etwas sehr Weises.

Er schneidet ein Stück von seinem Rock ab. David trifft eine weise Entscheidung und erklärt sein Handel vor seinen Männern. Seine Männer haben in diesem Moment nicht verstanden,
warum er ihn nicht einfach tötet. Solange waren sie auf der Flucht, solange haben sie gelitten. Doch nun trifft David eine eigenständige Entscheidung in Absprache mit seinem Herrn.
Doch David belässt es nicht dabei. Er weist seine Männer noch mal darauf hin mit harten Worten, lasst ihnen Ruhe. Er ist ein Gesalbter des Herrn. Was bedeutet das?
Gesalbter des Herrn. Gesalbt, wisst ihr, was das bedeutet, Kinder, wenn jemand gesalbt ist? Ja, was könnte das bedeuten? Genau,
genau. Und zwar, Saul wurde von Gott als König gesalbt. Doch Saul, das lesen wir weiter vorn und ich möchte euch auch ermuntern, vielleicht morgen oder so das noch mal nachzulesen.
Saul hatte vor Gott im Grunde einen großen Fehler gemacht, denn er hatte einen Auftrag bekommen, den er nicht durchgeführt hatte. Er hätte den König Agag töten sollen.
Ja, liebe Geschwister, damals wurde das immer auf einem kurzen Dienstweg geregelt. Wenn jemand nicht nach Gottes Willen gehandelt hatte, dann wurde er einfach kurze Hand umgebracht.
Aber wir möchten heute im Alltag nicht einfach einander töten, sondern wir möchten daraus lernen. Seine Männer konnten das in dem Moment nicht verstehen.
Seine Männer kannten eigentlich nur jetzt den Ruf nach Vergeltung. Wir lesen weiter. „Als aber Saul sich aufmachte,
aus der Höhle und seines Weg ging, machte sich auch David auf ihm nach und ging aus der Höhle und rief, soll nach und sprach,
mein Herr und König. Saul sah sich um und David neigte sein Antlitz zur Erde und fiel nieder und David sprach zu Saul.
Warum hörst du auf das Geschwätz der Menschen, die da sagen, David such dein Unglück? Wisst ihr, liebe Geschwister, wenn wir im Alltag Ungerechtigkeit erfahren,
kennt ihr dass man dann erst mal den Bruder oder die Schwester anruft und sagt, „Du soll ich dir mal was erzählen, was ich da wieder erfahren habe?“ Wisst ihr,
liebe Geschwister? In diesem Moment hört David nicht auf dieses Geschwätz. David vertraut in diesem Moment einfach nur auf die Unterstützung seines himmlischen Vaters.
David geht in diesen Moment seinem Widersacher nach, er demütigt sich, er hinterfragt das Handeln Sauls und nun kommt er mit Sauls seinem Widersacher ins Gespräch.
„Sier, heute haben deine Augen gesehen, dass dich daher in meine Hand gegeben hat, in der Höhle, Und man hat mir gesagt, dass ich dich töten sollte,
aber ich habe dich verschont. Denn ich dachte, ich will meine Hand nicht an meinen Herrn legen, denn er ist der Geselbte des Herrn.
Wisst ihr, liebe Geschwister, ich erlebe manchmal in meiner Eheungerechtigkeit. Und ich habe mir jetzt die letzte Woche fest vorgenommen und das auch schon einige Male ausprobiert,
meine Frau als Gesalbte des Herrn zu sehen. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, weil sie ist ja eigentlich gar nicht gesalbt.
Sie ist ja in dem Moment nicht zur Königin erklärt worden, aber ich möchte sie als Königin behandeln. Und dazu möchte ich euch ermutigen,
dass wenn euch zum Beispiel auf der Arbeit oder in der Familie der Partner hart angeht oder ein Arbeitskollege überlegt euch einfach für einen Moment,
dass auch er ein Kind Gottes ist, dass er gesalbt ist. David ist uns in diesem Punkt ein ganz großes Vorbild.
David führt ihm „Seine Schuld liebevoll vor die Augen.“ „Er sagt zu ihm, warum verfolgst du mich?“ „Und nun kommt der Zipfel zum Einsatz.“ „Kinder,
was hat er dann wohl mit dem Zipfel gemacht?“ „Das war so ein Stofffetzenl, und zwar das war der Beweis.“ Genau,
er zeigt ihm mit dem Zipfel, schau mal, ich hätte so nah gar nicht an dich herankommen können, wenn du in dem Moment nicht unaufmerksam gewesen wärst. Wir lesen ab Fest 12,
mein Vater, sieh doch hier den Zipfel deines Rocks in meiner Hand, dass sich den Zipfel von deinem Rock -Schnitt und dich nicht getötet habe,
daran erkenne und sie, dass meine Hände rein sind von Bosheit und Empörung. Ich habe mich nicht an dir versündigt,
aber du jagst mir nach, um mir das Leben zu nehmen. Liebe Geschwister, David kommt in dem Moment mit Saul ins Gespräch. Voller Demut,
sagt er zu ihm, ich hätte dich töten können, aber ich habe es nicht getan. David führt einen Beweis an. Und nun verweist David auf seinen himmlischen Vater.
Der Herr wird Richter sein zwischen mir und dir und mich an die Rechen. Aber meine Hand soll dich nicht rühren. Wie man sagt,
nach dem alten Sprichwort von „bösen“ kommt „böses“, aber meine Hand soll dich nicht anrühren. Ihr kennt das Kinder, wenn man zum Beispiel dann „böses“ mit „bösen“ vergilt,
wird es nicht gut am Ende. David verweist auf das Gericht Gottes. Liebe Geschwister,
im Alltag kann man das natürlich nicht bringen. Man kann nicht zu seinem Partner sagen, der Herr würde dich strafen. Aber, liebe Geschwister, es heißt, dem Menschen ist es gesetzt,
einmal zu sterben. Danach aber das Gericht. Und das Gericht spricht Gott allein. Gott sagt in seinem Wort, die Rache ist mein, ich will vergelten.
Wem zieht der König von Israel nach? Wem jagst du nach? Einem toten Hund? Einem einzelnen Floh? Geht von einem toten Hund eine Gefahr aus?
Nein. Der Herr sei Richter und richtet zwischen mir und dir und siehe da rein und Führe meine Sache,
dass er mir Recht schaffe, wieder dich. Liebe Geschwister, wir können ganz getrost sein. Wir müssen hier auf der Erde nicht unser Recht durchfechten. Wir brauchen nicht vor Gericht ziehen.
Wir können auf den Herrn vertrauen, denn er wird die Sache recht leiten. Und nun kommt das Happy End. Als mim David diese Worte zu geredet hatte,
sprach Saul, ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul erhob seine Stimme und weinte und sprach zu David,
du bist gerechter als ich, du hast mir Gutes erwiesen, ich aber habe dir Böses erwiesen. Ja, da kommen einen die Tränen.
Und ich denke, Saul, so mächtig wie er war mit seinen 3 .000 erlesenen Kriegern, ihm kommen plötzlich die Tränen. Und er erkennt,
dass er sich schuldig gemacht hat. Saul erkennt die Liebe Davids und bereut sein Handeln. Und nun, und das ist das Schöne,
liebe Geschwister, kommt plötzlich die Erkenntnis. Und du hast mir heute gezeigt, wie du Gutes an mir getan hast. Als mich daher in deine Hände gegeben hatte und du mich nicht getötet hast.
Wo ist jemand, der seinen Feind findet und lässt ihn mit Frieden sein Weg? Gehen. Ja, liebe Geschwister,
empfährst 20, ich wiederhole das nochmal, wo ist jemand, der sein Fein findet und lässt ihn mit Frieden seinen Weg gehen? Ja,
diese Frage richtet Saul an uns als Gemeinde. Liebe Geschwister, können wir auch in der größten Ungerechtigkeit unseren Fein gehen lassen?
Ja, die Zeit ist vorangeschritten, fassen wir noch mal kurz zusammen. Was können wir aus der Geschichte lernen? Was meint ihr Kinder?
Was können wir daraus lernen? Ja, dass man nicht gleich tötet. Ja,
sag du noch mal, ganz laut. Genau,
in der Ungerechtigkeit, die wir im Alltag erleben, ist es auch immer eine Chance, mit unserem Gegenüber ins Gespräch zu kommen. Dass man zum Beispiel sagt,
„Schau mal, da habe ich dir geholfen. Warum machst du das mit mir?“ Es ist wichtig, dass man auch in der Beziehung das Verhalten des Partners hinterfragt.
Ja, und dann können wir getröstet sein. Gott wird für uns streiten, und wir sollen stille sein. Paulus sagt, lass dich über Vorteilen.
Such nicht einfach immer nur dein Recht. Wisst ihr, liebe Geschwister, die Erkenntnis, die kommt manchmal erst Jahre später. Manchmal muss man über viele Jahre eine Ungerechtigkeit erdulden in der Partnerschaft und irgendwann kommt eine Kleinigkeit,
vielleicht eine Begegnet in der Höhle. Ich habe mich mal dafür interessiert, diese Gegend bei NG, die ist eigentlich sehr schön, also dass manchmal so Quellen und es ist eigentlich ein sehr schöner Ort.
Und Jetzt in meiner Vorbereitung wollte meine Frau gerne das im Vorfeld erfahren, worüber ich heute abends spreche und sie möchte ja immer gern ein Fazit und mein Fazit les ich vielleicht noch als Abschluss vor,
bevor wir ins Gebet gehen. Der Weg des Glaubens ist ein steiniger Weg. Oft glauben wir, im Recht zu sein,
mit unserer eigenen Weisheit und liegen komplett daneben. Sei geduldig und gehe Dein Widersacher nach.
Vertraue auf Gott und sehe Dein Widersacher wie ein Gesalbten an, am dem der Herr sich verherrlichen möchte.
Amen. Liebe Geschwister, wir gehen ins Gebet und lasst uns vielleicht für jene beten,
die uns manchmal im Alltag hart angehen, die uns not bereiten. Denn der Herr hat Großes mit Ihnen vor, so wie mir auch mit dem König Saul.

Amen.

Nachfolge eine Predigt vom 18.06.24

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