Einleitung:
Es ist wunderbar, dass Gott, der Vater, nicht mehr an unsere Schuld denkt, wenn wir ihn um Vergebung bitten. Durch den Kreuzestod von Jesus Christus hat er uns die Möglichkeit gegeben, dass unsere Sünden vergeben werden – so, als wären sie nie geschehen.
Jesaja 43:25
Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und will deiner Sünden nicht gedenken.
Unsere Vergesslichkeit
Doch wir Menschen haben ein Problem: unsere Vergesslichkeit. Ich habe es oft bei mir selbst beobachtet. Viele Dinge kann ich mir einfach nicht merken, und wenn ich sie dann brauche, habe ich sie schlichtweg vergessen. Sicherlich muss man sich nicht alles merken, und manches fällt einem später wieder ein, aber oft ist es zum Verzweifeln.
Dieses Problem ist nicht neu. Auch der Herr Jesus Christus kannte die Schwachheit seiner Jünger. Immer wieder ermahnte er sie, wachsam zu sein. Er wiederholte wichtige Inhalte, damit sie sich einprägten, und rief sie dazu auf, sich zu erinnern.
Der Gottesdienst
Wir wissen, dass der Glaube aus der Predigt kommt. Ebenso wissen wir, dass wir die Gemeinschaft der Gläubigen nicht versäumen sollen. Woche für Woche hören wir das Wort Gottes, doch wie oft vergessen wir es schon bald wieder. Es ist wie Spreu auf der Straße, die der Wind davonträgt.
Es ist traurig, wie schnell die gehörte Botschaft verblasst. In manchen Gemeinden bleiben die Menschen nach dem Gottesdienst noch zusammen und sprechen über die Predigt. Doch eine Woche später ist oft alles vergessen. Dabei fordert uns Gottes Wort auf, Täter des Wortes zu sein und nicht Hörer allein. Es erinnert uns daran, wachsam zu bleiben.
Ein Lösungsansatz
Ich denke, es hilft, jeden Tag konsequent in der Bibel zu lesen. Sie ist die tägliche Nahrung, die unser Geist braucht. Wir müssen nicht immer alles sofort verstehen – unser Wissen ist Stückwerk. Doch es ist entscheidend, das Gehörte direkt anzuwenden. Oft sind es die kleinen Schritte im Alltag, die uns wachsen lassen.
Auch hilft es, das Gehörte oder Gelesene aufzuschreiben. Dabei hat mir persönlich die Seite Silencetime eine große Hilfe geleistet. Wiederholungen und praktische Anwendungen festigen das Wort Gottes in unserem Herzen.
Das Gebet
Im Gebet können wir unsere Schwächen vor Gott bringen. Er hat uns geschaffen und kennt unsere Vergesslichkeit. Vielleicht lässt er uns manches vergessen, um uns nicht zu überfordern. Stell dir einmal vor, wir hätten jeden göttlichen Gedanken immer griffbereit – das könnte uns überwältigen.
Dennoch verändert uns das Gebet. Es gibt uns Kraft, unseren Weg weiterzugehen und in unserer Beziehung zu Gott zu wachsen.