Die Schrift spricht an verschiedenen Stellen von dem Gericht Gottes und dem endgültigen Zustand derer, die sich von ihm abgewandt haben. Bilder wie das Feuer, die Finsternis, das Weinen und Zähneklappern sowie der feurige Pfuhl werden gebraucht, um eine Realität zu beschreiben, die über das hinausgeht, was Menschen vollständig begreifen können. Es sind ernste und klare Worte, die zeigen, dass das Leben des Menschen nicht ohne Konsequenz bleibt [1].
Jesus selbst sprach oft von der Hölle. Er warnte davor, dass es besser sei, alles zu verlieren, als in das Feuer geworfen zu werden, das nicht verlischt. Er sprach von einem Ort, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. Er gebrauchte das Bild der äußeren Finsternis, wo Weinen und Zähneklappern sein wird [2].
Im Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus wird ein Blick in diese Realität gegeben. Der reiche Mann lebte im Überfluss, ohne auf Gott zu achten, während Lazarus litt. Nach ihrem Tod wurde Lazarus getröstet, doch der reiche Mann fand sich in Qual wieder. Er litt in der Flamme und konnte nicht hinübergelangen. Zwischen ihm und dem Ort des Trostes war eine große Kluft, die niemand überwinden konnte [3].
Die Offenbarung beschreibt das endgültige Gericht noch deutlicher. Dort wird vom großen weißen Thron gesprochen, vor dem die Toten stehen. Bücher werden geöffnet, und die Menschen werden gerichtet nach dem, was in ihnen geschrieben steht, nach ihren Werken. Und wer nicht gefunden wird im Buch des Lebens, der wird geworfen in den feurigen Pfuhl. Dieser feurige Pfuhl wird als der zweite Tod bezeichnet. Auch der Tod und das Totenreich selbst werden in diesen Pfuhl geworfen [4].
Dieser feurige Pfuhl ist nicht einfach ein Bild für Schmerz, sondern für das endgültige Gericht Gottes. Es ist der Ort, an dem das Böse, die Sünde und alles, was sich gegen Gott gestellt hat, nicht mehr bestehen kann. Die Offenbarung spricht davon, dass auch der Teufel, der die Menschen verführt hat, in diesen Pfuhl geworfen wird, wo er gequält wird Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit [5].
Doch die Schrift bleibt nicht nur bei der Warnung stehen. Sie zeigt auch, warum dieses Gericht notwendig ist. Gott ist gerecht, und er sieht alles, was geschieht. Kein Unrecht bleibt verborgen. Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Tat stehen vor ihm [6]. Und zugleich ist Gott barmherzig und ruft den Menschen zur Umkehr [7].
Jesus selbst kam in die Welt, um zu retten. Er sprach davon, dass Gott die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben [7]. Damit wird klar: Der feurige Pfuhl und die Hölle sind nicht das Ziel, zu dem Gott den Menschen geschaffen hat, sondern die Folge einer Entscheidung gegen ihn.
So stehen diese Worte nebeneinander: die Warnung vor dem Gericht und das Angebot der Gnade. Der Mensch steht vor der Wahl, ob er Gott vertraut oder sich von ihm trennt. Die Bilder von Feuer, Finsternis und Trennung sind ernst gemeint und zeigen die Realität eines Lebens ohne Gott. Gleichzeitig zeigen sie indirekt auch, wie groß das Geschenk des Lebens ist, das Gott gibt. Am Ende wird deutlich: Es gibt ein endgültiges Gericht, und es gibt ein endgültiges Leben [8].
[1: Matthäus 13:40-42] [2: Markus 9:43-48; Matthäus 8:12] [3: Lukas 16:19-26] [4: Offenbarung 20:11-15] [5: Offenbarung 20:10] [6: Prediger 12:14; Römer 2:6] [7: Johannes 3:16-18] [8: Offenbarung 21:6-8]