Später nannte er mich „den schönsten Rechenfehler“ oder das Waschmaschinenkind.

Waschmaschinenkind

Meine Eltern lebten damals in der Luchtbergstraße in Bremen. Sie hatten bereits eine Tochter (5 Jahre) und zwei Jungs (Zwillinge 3 Jahre). Meine Mutter war damals sehr ängstlich und mit der Familiensituation am Limit der Belastbarkeit.

Mein Vater sagte eines Tages zu meiner Mutter: „Ich hänge Dir die Pillen direkt über der Waschmaschine an einem Nagel auf, dann kannst Du es nicht vergessen sie zu nehmen. Wie Gottes Führung so spielte, hielt der Nagel nicht und die Palette mit den Verhütungstabletten fiel hinter die Waschmaschine. Da die Waschmaschine so schwer war, hatte mein Vater keine Lust sie abzurücken und sagte: „Dann passen wir halt in Zukunft auf und rechnen mit!“

Später nannte er mich „den schönsten Rechenfehler“ oder das Waschmaschinenkind. Mein Vater hat diese Geschichte schon sehr vielen Freunden erzählt und darum mache ich es auch hier öffentlich. Ich bin ihm nicht böse darüber und ich denke dann gerne an Zacharias (Lukas 1:5-8). Auch seine Freude war damals grenzenlos, dass er einen Sohn geschenkt bekommen hatte.


In der Gesellschaft ist die Pille bei den vielen Verhütungsmethoden anerkannt. Bei Gott ist kein Ding unmöglich (Lukas 1:37). Auch eine Unfruchtbarkeit ist für den Vater keine Hürde. Ich bin dankbar dafür, dass mir meine Mutter immer vom Glauben erzählte, obwohl sie damals noch auf der Suche nach Gott war. Meine ganze Familie wurde später errettet und ich habe wunderbare Geschwister geschenkt bekommen. Heute bin ich selbst Vater von zwei wunderbaren Kindern.

 

🙏🏻 Amen.