Barabbas war ein Gefangener, der während des Prozesses gegen Jesus freigelassen wurde. Die Menge forderte seine Freilassung und die Kreuzigung Jesu. Die Evangelien verbinden Barabbas mit Aufruhr und Gewalt. Seine Freilassung steht in scharfem Kontrast zur Verurteilung Jesu.
Bartimäus war ein blinder Bettler bei Jericho. Er rief Jesus trotz Widerstand der Menge als Sohn Davids an. Jesus blieb stehen, ließ ihn rufen und heilte ihn. Danach folgte Bartimäus Jesus auf dem Weg.
Elisabeth war Frau des Priesters Zacharias und Mutter Johannes des Täufers. Sie wird als gerecht vor Gott beschrieben und empfing im hohen Alter ein Kind. Bei der Begegnung mit Maria erkannte sie die besondere Bedeutung des Kindes, das Maria erwartete.
Die Frau Lots floh mit ihrer Familie aus Sodom. Trotz der Warnung blickte sie zurück und wurde zur Salzsäule. Jesus erinnert später an sie als ernstes Warnbild.
Hanna war eine hochbetagte Prophetin im Tempel. Sie diente Gott mit Fasten und Gebet und sprach über Jesus zu allen, die auf Erlösung warteten. Ihre kurze Erwähnung zeigt ein Leben beharrlicher Gottesnähe.
Hannas war ein einflussreicher priesterlicher Führer. Obwohl Kaiphas zur Zeit des Prozesses Jesu amtierender Hoherpriester war, spielte Hannas im Hintergrund weiterhin eine wichtige Rolle. Jesus wurde nach seiner Verhaftung zuerst zu Hannas geführt. Auch in der Apostelgeschichte wird er im Kreis der führenden Priester genannt.
Der Hauptmann von Kapernaum war ein römischer Offizier, der Jesus um Hilfe für seinen kranken Diener bat. Er erkannte Jesu Autorität und hielt sich selbst nicht für würdig, dass Jesus in sein Haus kam. Jesus stellte seinen Glauben als außergewöhnlich heraus.
Herodes Antipas war Herrscher über Galiläa und Peräa. Er ließ Johannes den Täufer gefangen nehmen und töten. Während der Passion begegnete er Jesus, suchte aber eher ein Zeichen als Wahrheit und Verantwortung.
männlich · Herrscher · Neues Testament
Geschlecht
männlich
Testament
Neues Testament
Rolle
Tetrarch von Galiläa
Familie/Beziehung
Sohn Herodes des Großen; ließ Johannes den Täufer töten
Herodes der Große war König von Judäa zur Zeit der Geburt Jesu. In den Kindheitsgeschichten reagiert er auf die Nachricht vom neugeborenen König der Juden mit Angst und Gewalt. Sein Handeln macht den Gegensatz zwischen machtpolitischer Sicherung und Gottes verborgenem Handeln sichtbar.
Jairus war ein Synagogenvorsteher, dessen Tochter schwer krank war. Er bat Jesus eindringlich um Hilfe und führte ihn zu seinem Haus. Obwohl die Nachricht vom Tod des Kindes eintraf, blieb Jesus auf dem Weg. Die Geschichte verbindet Jairus mit Vertrauen in einer scheinbar hoffnungslosen Situation.
Jakobus, Sohn des Alphäus, gehörte zu den Zwölf Aposteln. Über sein persönliches Leben berichtet das Neue Testament nur wenig. Seine Bedeutung liegt vor allem darin, dass er von Jesus in den Kreis der Zwölf berufen wurde und nach Ostern zur betenden Jüngergemeinschaft gehörte.
Jesus Christus steht im Zentrum des Neuen Testaments. Er verkündigte das Reich Gottes, berief Jünger, heilte Kranke, vergab Sünden und offenbarte Gottes Willen in Wort und Tat. Nach dem Zeugnis der Evangelien wurde er gekreuzigt, starb und wurde von Gott auferweckt. Die ersten Christen bekennen ihn als Herrn, Christus, Sohn Gottes und Retter.
männlich · Messias · Neues Testament
Geschlecht
männlich
Testament
Neues Testament
Rolle
Sohn Gottes und Christus
Familie/Beziehung
Sohn Marias; von Gott gesandt; Herr und Mittelpunkt des Evangeliums
Johanna war die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes Antipas. Sie gehörte zu den Frauen, die Jesus und die Zwölf aus eigenen Mitteln unterstützten. Am Ostermorgen war sie unter den Frauen, die das leere Grab fanden und den Aposteln davon berichteten.
weiblich · Jüngerin · Neues Testament
Geschlecht
weiblich
Testament
Neues Testament
Rolle
Unterstützerin Jesu
Familie/Beziehung
Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes Antipas
Johannes der Täufer war ein prophetischer Bußprediger und Wegbereiter Jesu. Er rief Israel zur Umkehr, taufte am Jordan und kündigte den an, der nach ihm kommen sollte. Jesus ließ sich von ihm taufen. Später wurde Johannes wegen seiner klaren Kritik an Herodes Antipas gefangen genommen und getötet.
männlich · Prophet · Neues Testament
Geschlecht
männlich
Testament
Neues Testament
Rolle
Wegbereiter Jesu
Familie/Beziehung
Sohn des Zacharias und der Elisabeth; Verwandter Jesu
Josef war der Mann Marias und rechtlicher Vater Jesu. Er wird als gerechter Mann beschrieben, der Gottes Weisung folgt und Maria sowie das Kind schützt. In den Kindheitsgeschichten führt er seine Familie nach Bethlehem, nach Ägypten und später nach Nazareth. Danach tritt er in den Evangelien kaum noch hervor.
Josef von Arimathäa war ein angesehener Ratsherr und zugleich ein Jünger Jesu. Nach der Kreuzigung bat er Pilatus um den Leichnam Jesu und legte ihn in ein neues Grab. Damit wurde er in einem entscheidenden Moment öffentlich mit Jesus verbunden.
männlich · Ratsherr · Neues Testament
Geschlecht
männlich
Testament
Neues Testament
Rolle
Jünger Jesu und Ratsherr
Familie/Beziehung
angesehener Ratsherr; stellte sein Grab für Jesus zur Verfügung
Judas Thaddäus gehörte zu den Zwölf Aposteln und ist deutlich von Judas Iskariot zu unterscheiden. Im Johannesevangelium stellt er Jesus eine Frage nach dessen Offenbarung an die Jünger. Nach Ostern wird er im Kreis der betenden Jünger genannt.
Kleopas war einer der beiden Jünger, denen der auferstandene Jesus auf dem Weg nach Emmaus begegnete. Er sprach offen über Enttäuschung und Unverständnis nach Jesu Tod. Jesus erklärte ihnen die Schrift und wurde beim Brotbrechen erkannt.
Lukas war Mitarbeiter des Paulus und wird als Arzt bezeichnet. Mit dem Lukasevangelium und der Apostelgeschichte ist er mit zwei zentralen Schriften des Neuen Testaments verbunden. Seine Darstellung verbindet das Leben Jesu mit der Ausbreitung des Evangeliums von Jerusalem bis in die Völkerwelt.
Malchus war ein Diener des Hohenpriesters. Bei der Verhaftung Jesu wurde ihm von Petrus ein Ohr abgeschlagen. Lukas berichtet, dass Jesus die Verletzung heilte. Malchus erscheint nur kurz, steht aber mitten in der dramatischen Szene der Gefangennahme Jesu.
Maria war die Mutter Jesu. Sie wird als junge Frau beschrieben, die Gottes Zusage annimmt und Jesus zur Welt bringt. In den Evangelien erscheint sie bei wichtigen Stationen seines Lebens: Geburt, Kindheit, öffentlicher Anfang in Kana und Kreuzigung. Nach Ostern wird sie unter den Betenden der ersten Gemeinde genannt.
Maria Magdalena war eine Jüngerin Jesu und gehörte zu den Frauen, die ihn unterstützten. Sie war bei der Kreuzigung und beim Begräbnis Jesu anwesend. Am Ostermorgen gehörte sie zu den ersten Zeuginnen des leeren Grabes und begegnete nach dem Johannesevangelium dem auferstandenen Jesus.
Maria von Bethanien war Schwester von Martha und Lazarus. Sie wird als Frau gezeigt, die Jesus aufmerksam zuhört und ihm besondere Hingabe erweist. Bei der Salbung Jesu wird ihre Tat als kostbar und bedeutungsvoll dargestellt.
Martha war Schwester von Maria und Lazarus und lebte in Bethanien. Sie nahm Jesus in ihr Haus auf und begegnet in den Evangelien als tatkräftige und zugleich glaubende Frau. Besonders im Zusammenhang mit dem Tod ihres Bruders Lazarus spricht sie ein klares Bekenntnis zu Jesus als Christus und Sohn Gottes aus.
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