Alexander wird im Markusevangelium als Sohn Simons von Kyrene genannt. Weitere Angaben zu seinem Leben fehlen. Seine Erwähnung zusammen mit Rufus lässt erkennen, dass die Familie Simons für die ersten Leser offenbar bekannt gewesen sein könnte.
Andreas war Bruder des Petrus und gehörte zu den ersten Jüngern Jesu. Im Johannesevangelium führt er seinen Bruder zu Jesus. Später wird er in der Nähe wichtiger Begegnungen erwähnt, etwa bei der Speisung der Menge und bei der Anfrage griechischer Besucher.
Barabbas war ein Gefangener, der während des Prozesses gegen Jesus freigelassen wurde. Die Menge forderte seine Freilassung und die Kreuzigung Jesu. Die Evangelien verbinden Barabbas mit Aufruhr und Gewalt. Seine Freilassung steht in scharfem Kontrast zur Verurteilung Jesu.
Bartimäus war ein blinder Bettler bei Jericho. Er rief Jesus trotz Widerstand der Menge als Sohn Davids an. Jesus blieb stehen, ließ ihn rufen und heilte ihn. Danach folgte Bartimäus Jesus auf dem Weg.
Hanna war eine hochbetagte Prophetin im Tempel. Sie diente Gott mit Fasten und Gebet und sprach über Jesus zu allen, die auf Erlösung warteten. Ihre kurze Erwähnung zeigt ein Leben beharrlicher Gottesnähe.
Hannas war ein einflussreicher priesterlicher Führer. Obwohl Kaiphas zur Zeit des Prozesses Jesu amtierender Hoherpriester war, spielte Hannas im Hintergrund weiterhin eine wichtige Rolle. Jesus wurde nach seiner Verhaftung zuerst zu Hannas geführt. Auch in der Apostelgeschichte wird er im Kreis der führenden Priester genannt.
Der Hauptmann von Kapernaum war ein römischer Offizier, der Jesus um Hilfe für seinen kranken Diener bat. Er erkannte Jesu Autorität und hielt sich selbst nicht für würdig, dass Jesus in sein Haus kam. Jesus stellte seinen Glauben als außergewöhnlich heraus.
Herodes Antipas war Herrscher über Galiläa und Peräa. Er ließ Johannes den Täufer gefangen nehmen und töten. Während der Passion begegnete er Jesus, suchte aber eher ein Zeichen als Wahrheit und Verantwortung.
männlich · Herrscher · Neues Testament
Geschlecht
männlich
Testament
Neues Testament
Rolle
Tetrarch von Galiläa
Familie/Beziehung
Sohn Herodes des Großen; ließ Johannes den Täufer töten
Herodes der Große war König von Judäa zur Zeit der Geburt Jesu. In den Kindheitsgeschichten reagiert er auf die Nachricht vom neugeborenen König der Juden mit Angst und Gewalt. Sein Handeln macht den Gegensatz zwischen machtpolitischer Sicherung und Gottes verborgenem Handeln sichtbar.
Jairus war ein Synagogenvorsteher, dessen Tochter schwer krank war. Er bat Jesus eindringlich um Hilfe und führte ihn zu seinem Haus. Obwohl die Nachricht vom Tod des Kindes eintraf, blieb Jesus auf dem Weg. Die Geschichte verbindet Jairus mit Vertrauen in einer scheinbar hoffnungslosen Situation.
Jakobus, Sohn des Alphäus, gehörte zu den Zwölf Aposteln. Über sein persönliches Leben berichtet das Neue Testament nur wenig. Seine Bedeutung liegt vor allem darin, dass er von Jesus in den Kreis der Zwölf berufen wurde und nach Ostern zur betenden Jüngergemeinschaft gehörte.
Jakobus war Sohn des Zebedäus und Bruder des Johannes. Zusammen mit Petrus und Johannes gehörte er zum engsten Jüngerkreis Jesu. Er war bei besonderen Ereignissen wie der Verklärung und im Garten Gethsemane dabei. In der Apostelgeschichte wird berichtet, dass er von Herodes Agrippa I. hingerichtet wurde.
Johanna war die Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes Antipas. Sie gehörte zu den Frauen, die Jesus und die Zwölf aus eigenen Mitteln unterstützten. Am Ostermorgen war sie unter den Frauen, die das leere Grab fanden und den Aposteln davon berichteten.
weiblich · Jüngerin · Neues Testament
Geschlecht
weiblich
Testament
Neues Testament
Rolle
Unterstützerin Jesu
Familie/Beziehung
Frau des Chuzas, eines Verwalters des Herodes Antipas
Johannes war Sohn des Zebedäus und Bruder des Jakobus. Er gehörte mit Petrus und Jakobus zum engsten Kreis Jesu. Im Johannesevangelium steht er in enger Nähe zu Jesus und wird mit dem Zeugnis über Tod und Auferstehung verbunden. In der frühen Gemeinde erscheint er zusammen mit Petrus als wichtige Säule.
Johannes der Täufer war ein prophetischer Bußprediger und Wegbereiter Jesu. Er rief Israel zur Umkehr, taufte am Jordan und kündigte den an, der nach ihm kommen sollte. Jesus ließ sich von ihm taufen. Später wurde Johannes wegen seiner klaren Kritik an Herodes Antipas gefangen genommen und getötet.
männlich · Prophet · Neues Testament
Geschlecht
männlich
Testament
Neues Testament
Rolle
Wegbereiter Jesu
Familie/Beziehung
Sohn des Zacharias und der Elisabeth; Verwandter Jesu
Josef war der Mann Marias und rechtlicher Vater Jesu. Er wird als gerechter Mann beschrieben, der Gottes Weisung folgt und Maria sowie das Kind schützt. In den Kindheitsgeschichten führt er seine Familie nach Bethlehem, nach Ägypten und später nach Nazareth. Danach tritt er in den Evangelien kaum noch hervor.
Josef Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, gehörte zu den Männern, die Jesus von der Taufe des Johannes bis zur Himmelfahrt begleitet hatten. Zusammen mit Matthias wurde er als möglicher Nachfolger des Judas Iskariot vorgeschlagen. Das Los fiel auf Matthias.
männlich · Jünger · Neues Testament
Geschlecht
männlich
Testament
Neues Testament
Rolle
Kandidat für den Apostelkreis
Familie/Beziehung
Beiname Justus; gehörte seit der Taufe des Johannes zum Jüngerkreis
Josef von Arimathäa war ein angesehener Ratsherr und zugleich ein Jünger Jesu. Nach der Kreuzigung bat er Pilatus um den Leichnam Jesu und legte ihn in ein neues Grab. Damit wurde er in einem entscheidenden Moment öffentlich mit Jesus verbunden.
männlich · Ratsherr · Neues Testament
Geschlecht
männlich
Testament
Neues Testament
Rolle
Jünger Jesu und Ratsherr
Familie/Beziehung
angesehener Ratsherr; stellte sein Grab für Jesus zur Verfügung
Judas Iskariot gehörte zu den Zwölf, verriet Jesus aber an die führenden Gegner. Die Evangelien zeigen ihn als tragische Gestalt, die äußerlich nahe bei Jesus war und doch innerlich den Weg des Verrats ging. Nach seiner Tat wurde sein Ende als warnendes Beispiel erinnert.
Judas Thaddäus gehörte zu den Zwölf Aposteln und ist deutlich von Judas Iskariot zu unterscheiden. Im Johannesevangelium stellt er Jesus eine Frage nach dessen Offenbarung an die Jünger. Nach Ostern wird er im Kreis der betenden Jünger genannt.
Kaiphas war Hohepriester zur Zeit des öffentlichen Wirkens und der Passion Jesu. Er spielte eine führende Rolle bei der Entscheidung gegen Jesus. Im Johannesevangelium wird seine politische Überlegung unbeabsichtigt als Hinweis auf Jesu stellvertretenden Tod gedeutet.
Die kanaanäische Frau bat Jesus eindringlich um Hilfe für ihre Tochter. Obwohl sie nicht zum jüdischen Volk gehörte, hielt sie an ihrer Bitte fest und antwortete Jesus mit bemerkenswerter Demut und Glaubenskraft. Jesus lobte ihren Glauben und ihre Tochter wurde geheilt.
Kleopas war einer der beiden Jünger, denen der auferstandene Jesus auf dem Weg nach Emmaus begegnete. Er sprach offen über Enttäuschung und Unverständnis nach Jesu Tod. Jesus erklärte ihnen die Schrift und wurde beim Brotbrechen erkannt.
Lazarus war Bruder von Martha und Maria und lebte in Bethanien. Er wird als Freund Jesu beschrieben. Seine Auferweckung aus dem Tod wurde zu einem machtvollen Zeichen für Jesu Vollmacht und verschärfte zugleich den Konflikt mit den führenden Gegnern Jesu.
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